Wir - Das Blatt für ältere Menschen

WIR September - November 2018 / Ausgabe 74
Dateigröße:
2.20 MB
Datum:
09. September 2018

Ende der 60er/Anfang 70er Jahre gab es wohl kaum Jemanden, der seinen Kindern oder Enkelkindern nicht die Geschichte vom Farben sammelnden Frederick vorlas. In Leo Lionnis Bilderbuch sammelt eine Maus die Farben des Sommers, um sich an kalten und grauen Wintertagen an das Gelb der Sonnenstrahlen, das Grün des Klees und an die bunte Blumenpracht zu erinnern.
Was machen FARBEN mit uns? Als die Fernsehbilder noch schwarzweiß bei uns eintrafen, waren wir erstaunt, dass überhaupt bewegte Bilder ins Wohnzimmer kamen. Als das Farbfernsehen Einzug hielt, sorgten nicht nur die Fußballspiele auf grünem Rasen für Begeisterung. Die Farben zeigten Realität - und die ist nun mal bunt.
In unserer Herbstausgabe wollen wir auch ein wenig mit Farbe spielen. Die trüben Tage kommen früh genug.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Juni - August 2018 / Ausgabe 73
Dateigröße:
1.85 MB
Datum:
05. Juni 2018

LEICHTIGKEIT wäre doch ein schönes Thema für die Sommerausgabe, schlug mir eine Freundin bereits im Februar vor. Bei Schneegestöber hatten wir uns getroffen und das beschwingte Fallen der Schneeflocken bewundert.

Nachdem wir uns über das schöne Gefühl der Leichtigkeit ausgetauscht hatten, kamen allerdings erste Zweifel: Ist dieses Thema älteren Menschen zumutbar, die so gar nichts Leichtes mehr in ihrem Alltag verspüren? Mag man über Leichtigkeit etwas lesen, wenn alles, was früher flott von der Hand ging, nun beschwerlich und kaum noch zu leisten ist? Wenn die „Leichtigkeit des Seins“ anderer- vor allem Jüngerer- nur schwer zu ertragen ist?

Wir haben uns für ein „Ja“ entschieden. Eine 84-Jährige, danach befragt, ob Leichtigkeit in ihrem Leben vorkomme, beantwortete diese Frage -stellvertretend auch für Freundinnen ihres Alters- sehr positiv. Nachzulesen Seite 11.

Noch mehr zum Thema LEICHTIGKEIT in dieser Ausgabe.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR März - Mai 2018 / Ausgabe 72
Dateigröße:
1.78 MB
Datum:
18. März 2018

„Als ich mit 73 Jahren begann Klavierunterricht zu nehmen, wusste ich noch nicht, mit welcher Leidenschaft mich die Musik beflügeln würde“, sagt die 84-Jährige Johanna W. „Als Kind wurde mir gesagt, dass wir kein Geld für ein Klavier hätten. Damit war das Thema erledigt.“

Etwas Neues beginnen – wer möchte das nicht? In dieser WIR- Ausgabe erzählen unterschiedliche Menschen von einem Neubeginn: neues Ehrenamt, neue Arbeitsstelle, neue Aufgabe, neue Herausforderung.

Eine neue Sprache lernen, Gesangstunden nehmen, in eine neue Wohnung umziehen, einen Malkurs besuchen, öfter spazieren gehen. Solange es möglich ist, bestehen diese Wünsche bei vielen Menschen.

Andere können mit Fug und Recht sagen: So, wie es geworden ist, ist es gut. Es wäre schön, wenn alles so bleiben könnte. Da ist z.B. Lydia Müller mit ihrer Arbeitsstelle als Geschäftsführerin bei der Freiwilligen Agentur rundum zufrieden. „Die Stelle ist wie für mich geschaffen.“ (S. 18)

Vieles wird wohl nicht besser oder schlechter, sondern anders.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR November 2017 - Januar 2018 / Ausgabe 71
Dateigröße:
2.06 MB
Datum:
10. Dezember 2017

Seit 20 Jahren gibt es die Spendenaktion alt – arm – allein.

Ein Anlass zum Feiern?

Bedenkt man, dass die Altersarmut in 20 Jahren immer größer wurde und vermutlich auch weiter zunimmt, sicher nicht. Dennoch gibt es guten Grund, sich zu freuen. Immer noch sind Menschen bereit, für die Aktion zu spenden. Nach wie vor engagieren sich Ehrenamtliche im Besuchskreis
und im Vorstand, arbeiten Frauen im Büro mit großer Energie und Hingabe. Es gibt viele Aktive, die uns zuarbeiten und die Aktion in unterschiedlicher Form unterstützen.

Dafür sind wir sehr dankbar und lassen in dieser Ausgabe 20 Jahre alt–arm–allein Revue passieren.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR September - November 2017 / Ausgabe 70
Dateigröße:
1.79 MB
Datum:
20. August 2017

Seit ich mit dem WIR-Heft beschäftigt bin, hatte ich immer mal wieder die Idee, das Thema VERÄNDERUNG aufzugreifen. Frauen und Männer unterschiedlichen Alters fragte ich nach elementaren Veränderungen in ihrem Leben. Viele positive Beiträge wurden schriftlich formuliert, über die ich mich sehr freute. Sie sind in dieser Ausgabe zu lesen.

Nachdenklich wurde ich, als mir ein älterer Herr sagte: „Bei mir hat sich fast alles zum Negativen hin gewandelt, was sich auch nicht mehr ändern lässt. Das gehört auch zum Leben. Ich jammere nicht, will aber auch nicht darüber reden.“ Unter den Leserinnen und Lesern werden auch
Menschen sein, die das Eine wie das Andere nachvollziehen können.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Juni - August 2017 / Ausgabe 69
Dateigröße:
1.81 MB
Datum:
17. Juni 2017

Augenblick mal, bitte!

Heute geht es im WIR-Heft um die Augen, um das Sehen und gesehen werden. Und zwar nicht durch die rosarote Brille. Ältere Menschen, die alleine leben, erzählen oft davon, dass sie nicht mehr richtig angesehen oder kaum wahrgenommen werden; wie sehr ihnen fehlt, dass sich jemand für sie interessiert. Manche vermissen das seit Jahren. Wer nicht mehr angesehen wird, ist vielleicht auch nicht mehr angesehen. Beachtung braucht die von Herzen kommendenGesten, die zeigen:

Ich sehe dich! Erst sie stiften das, was jeder benötigt: Wertschätzung, Zugehörigkeit, Entgegenkommen und Fürsorge. Positive Blicke stärken und bringen manchmal etwas ganz Neues in ein Leben.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR März - Mai 2017 / Ausgabe 68
Dateigröße:
1.66 MB
Datum:
19. Februar 2017

Gibt es ein Thema, worüber häufiger gesprochen wird als das WETTER? Meist in Verbindung mit dem kleinen Wort „zu“. Mal ist es zu kalt, zu heiß, zu trocken, zu nass. Es gibt nur wenige Dinge, die unser Leben so massiv beeinflussen, wie das Wetter. Und es gibt wenige Dinge, die wir Menschen so wenig beeinflussen können, wie Sonnenschein, Dauerregen, den Regenbogen oder Schneefall.

Auch in Redewendungen, z. B. wenn von der „politischen Großwetterlage“, dem „sonnigen Gemüt“ oder dem „Blitz aus heiterem Himmel“ die Rede ist, werden wir mit der Meteorologie (Lehre von den höheren, überirdischen Dingen) konfrontiert.

Reden wir in dieser WIR-Ausgabe mal über das Wetter, denn viele Gespräche beginnen damit.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Dezember 2016 - Februar 2017 / Ausgabe 67
Dateigröße:
1.91 MB
Datum:
27. November 2016

Wann haben Sie zuletzt einen handgeschriebenen Brief erhalten?
Können Sie die Schrift Ihrer Eltern von der Schrift anderer Verwandten unterscheiden?
Mussten Sie in Ihrer Jugend „Schönschrift“ üben?

In Zeiten von WhatsApp, Googlemail und Facebook ist ein Medium fast ausgestorben: der handgeschriebene Brief. Seien es Geburtstagsgrüße, persönliche Wünsche zu Fest- und Feiertagen, von Liebesbriefen ganz zu schweigen. Schriftliche Herzensbekundungen kennen wir fast nur noch von bekannten Autoren der Vergangenheit. „Liebesgedöns“ nennt man das heute. Die Art der Übermittlung hat sich verändert. Jeder trägt das Smartphone in der Hosentasche mit sich herum und tippt und schickt, was das Display hält.

In dieser WIR- Ausgabe soll dem Schreiben mit der Hand gehuldigt werden.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR September - November 2016 / Ausgabe 66
Dateigröße:
1.08 MB
Datum:
04. September 2016

Wissen Sie noch, wie alt Sie waren, als Sie laufen lernten? Und wer hat Ihnen dabei geholfen? Wohl kaum jemand kann sich so weit zurück erinnern.

Aber in welchem Alter und von wem man das erste Fahrzeug bekam, das ist den meisten sehr präsent. Einige Erfahrungen mit den ersten eigenen „Fahrzeugen“ sind in dieser WIR- Ausgabe nachzulesen: von der ersten Tretrollerfahrt auf den Betzenberg bis zum Zusammenbau des ersten eigenen Fahrrads.


Das war vor vielen Jahren. Inzwischen älter geworden, sind viele heute glücklich mit einem Rollator, der die Eigenständigkeit und ein großes Stück Selbstbestimmung ermöglicht.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Juni - August 2016 / Ausgabe 65
Dateigröße:
1.51 MB
Datum:
05. Juni 2016

Welcher Satz beeindruckt Sie – nach wie vor oder gerade jetzt?
Welchen Satz hat Ihre Mutter / Ihr Vater einst zu Ihnen gesagt?
Welcher Satz
… half Ihnen in Krisen und Konflikten?
… begleitet Sie schon ein Leben lang?
… hörten Sie oft während Ihrer Ausbildung?
… aus der Bibel ist hilfreich und tröstlich?
… taucht in Ihrer Erinnerung immer wieder auf?
… hat Ihnen geholfen, stark zu bleiben oder schwach zu werden?


So fragte ich nach „starken Sätzen“ und bekam viele interessante Antworten.

Es geht um Sätze, die uns in den Sinn kommen, wenn wir vor großen oder kleinen Fragen stehen, nicht wissen, wie wir eine Krise bewältigen sollen. Wie gut, dass unser Gedächtnis solche Sätze hervorkramen kann, wenn wir sie brauchen.

Haben Sie auch einen Satz, der Ihnen hilft oder einfach nur gut tut?


Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR März - Mai 2016 / Ausgabe 64
Dateigröße:
1.71 MB
Datum:
03. April 2016

Die Hand ist ein wunderbares Werkzeug. Wir brauchen sie, um zu halten, zu greifen, zu arbeiten, zu formen und zu gestalten.

In dieser WIR-Ausgabe kommen zwei "Handwerker" zu Wort, die durch ihrer Hände Arbeit wesentlich zum Wohlergehen ihrer Patienten beitragen.

Die Hand hat auch unsere Sprache geprägt: Wir reden von Handarbeit und Handwerk, wir behandeln etwas, treiben Handel und vollziehen Handlungen.

Manchmal geht uns etwas leicht von der Hand, manchmal haben wir zwei linke Hände. Vielleicht sind uns ab und zu die Hände gebunden, obwohl wir alle Hände voll zu tun haben.

Ich wünsche Ihnen immer eine glückliche Hand.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Dezember 2015 - Februar 2016 / Ausgabe 63
Dateigröße:
2.50 MB
Datum:
19. November 2015

Am letzten Wochenende im Oktober 2015 sagte der 83-jährige Zeichner und Kinderbuchautor Tomi Ungerer in einem Interview: Die schlechten Erinnerungen werden über die Jahre hin immer schlechter und die guten machen einem wehmütig."

Ich glaube, diese Erfahrung trifft auch auf die Geschichten zu, die Menschen erzählen, wenn sie über ihre HEIMAT sprechen. Es werden zuweilen heitere, aber auch schmerzliche Erinnerungen wach.

Manchmal werden diese auch von Generation zu Generation weitergereicht.

Dazu gehören allerdings auch die Lücken in den Geschichten, die Tabus und das, was verschwiegen wird, aber nicht verdrängt werden kann. Sicher ist, dass sich der Inhalt des Begriffs HEIMAT im Laufe eines langen Lebens verändert.

Aber immer spielen Kindheit und Jugend eine wichtige Rolle.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

 

WIR September - November 2015 / Ausgabe 62
Dateigröße:
1.91 MB
Datum:
04. Oktober 2015

Ein Poesiebuch zeigt Talente, denn jeder Schreiber strengt sich an. Es wird zum Buch der Dokumente, aus dem man Kräfte schöpfen kann.
(Günter Rudorf)

„In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken.“

Wer diesen Satz liest, denkt sofort an sein POESIEALBUM. Für alle unter 30-Jährigen: Ein Poesiealbum ist ein Buch mit leeren Seiten, das an Freunde, Verwandte, Lehrer und Mitschüler verliehen wird, damit diese dort eine Doppelseite gestalten.Geschrieben, nicht getippt, gemalt, nicht runtergeladen, alles im Namen der Poesie.

Ich stelle mir vor: Jemand reicht mir heute ein Buch mit den Worten: “Willst du in mein Poesiealbum schreiben?“ Ich wäre begeistert. Würde sofort alle Lyrikbände aus dem Regal holen. Spät in der Nacht würde ich dann ein Gedicht gefunden haben - oder einen prägnanten Satz aus dem unermesslichen Schatz der Poesie.

Weil Kinder heute Formulare in „Freunde-Büchern“ ausfüllen, soll in dieser WIR- Ausgabe das alte Poesiealbum noch mal aufgeschlagen werden.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

 

WIR Juni - August 2015 / Ausgabe 61
Dateigröße:
2.12 MB
Datum:
28. Mai 2015

Musik heilt, Musik bringt Freude, Musik tröstet.
Jeder von uns, sei er nun ein ausübender Musiker oder ein Zuhörer, hat das schon viele Male erlebt.
(Yehudi Menuhin)

Mit zunehmendem Alter erfahren wir auch, dass Musik Erinnerungen zurück bringen kann. Menschen, die viele Begebenheiten der letzten 40 oder 50 Jahre vergessen haben, erinnern beim Singen Liedtexte, die sie in ihrer Jugendzeit oft gehört oder selbst gesungen haben. Man beobachtet es auch in Altenheimen, dass Singen oder auch Musik hören Einfluss auf das emotionale Erleben hat.

In einer Studie der Universität Göteborg über den “Einfluss von Musik auf den Menschen“, stellt Björn Vickhofft fest: dass Singen einen förderlichen Einfluss auf die Gesundheit hat. Die Untersuchung legt nahe, dass aktives Singen sowohl positive Gefühle weckt als auch die körperliche Immunabwehr aktiviert.

Martin Luther hielt Musik für die beste Gottesgabe und meinte, sie sei dem Satan sehr verhasst.

Der Mai ist geko-hom-men, die Bäume… Klar, wissen Sie wie dieses Lied weitergeht. Seite 14 gibt es noch weitere Texte zum Mitsingen.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR März - Mai 2015 / Ausgabe 60
Dateigröße:
1.84 MB
Datum:
24. März 2015

Grußwort

WIR , ein winziges Wort mit großer Wirkung.

Wir Menschen, wir Europäer, wir Deutsche, wir Pfälzer, wir Lauterer, wir Arbeitskollegen, wir FCK-Fans, wir Senioren, wir Frauen und Männer.

Je enger das Wort WIR gefasst wird, umso schwieriger für diejenigen, die ihr WIR verloren haben, die nicht mehr sagen können: WIR - meine Familie, WIR - meine Geschwister, WIR - mein Mann, mein Kind und ich.

Eine 86-jährige allein lebende Frau sagte mir am Telefon:“ Wenn mir jemand erzählt
, dann fühle ich mich noch einsamer in meinen vier Wänden. Ich habe kein WIR mehr. Unsere Tochter ist als kleines Mädchen gestorben und mein Mann vor über zwanzig Jahren. Das einzige WIR , von dem ich jetzt noch spreche: Wir, mein Arzt und ich…

Die unterschiedlichen Seiten des WIR -Begriffes sollen in diesem Heft beleuchtet werden.


Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Dezember 2014 - Februar 2015 / Ausgabe 59
Dateigröße:
6.15 MB
Datum:
30. November 2014

Grußwort

Mein schönstes Geschenk in Kindertagen waren mit großem Abstand: Rollschuhe. Es gab damals im Dorf, in dem ich wohnte, nur wenige betonierte Straßen. Dieser glatte Untergrund wurde von mir gesucht und genutzt. Auch in der großen Pause. Zum Glück war mein Elternhaus in der Nähe der Schule. Kaum hatte es zur Pause geklingelt, rannte ich nach Hause, drehte rasch ein paar Runden mit den Rollschuhen. Zum Ende der Pause war ich wieder zurück in der Schule. Von den Lehrern hat es nie jemand bemerkt. Ich war im Glück.

Fragt man ältere Menschen, welches Geschenk ihnen heute Freude bereiten könnte, bekommt man sehr oft zu hören: "Ich hoffe, mir bleibt noch ein wenig Zeit, um das Leben zu genießen. Es wäre schön, wenn es jemanden gäbe, der ab und zu Lust und Zeit hat, mit mir zusammen zu sein."
Der Faktor ZEIT scheint mit zunehmendem Alter immer wichtiger zu werden. In diesem WIR-Heft ist von zwei jungen Menschen zu lesen, die gerne ihre freie Zeit mit älteren Menschen teilen:
Dascha Dobrovolskij und Rafael Guy, ab Seite 4.

Ein Geschenk, wie ich finde, und Thema dieser Ausgabe

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR September - November 2014 / Ausgabe 58
Dateigröße:
2.15 MB
Datum:
14. November 2014

Herbstlich

fühlte sich das Wetter in diesem Jahr bereits im August an. Ob uns ein sonniger September und schöne Oktobertage entschädigen?

Gerade noch haben die Blumen ihre schönste Pracht entfaltet, sahen wir die Bäume blühen und Früchte tragen, sahen grüne Wälder, Hecken und Wiesen. In ein paar Wochen wird alles braun oder grau sein, wenn nicht gar Schnee und Eis das Land bedecken.

Überall ist ein ständiges Blühen und Verwelken, ein Aufleben zu einem Höhepunkt und ein langsames Abklingen bis zum Nichtmehr-Sein, zum Tod. Sterben ist ein Gesetz der Natur. Altes Leben muss neuem Leben Platz machen. Wir kommen nicht um das Sterben und Vergehen herum. Für die einen geht es schnell, für die anderen langsamer. Für die Blumen sind es ein paar Monate, für uns sind es ein paar Jahrzehnte.

Es gibt Menschen, die gerade diese Jahreszeit zum Nachdenken über das Werden und Vergehen in der Natur zum Trübsinn, zum Melancholisch sein, gar zu Depressionen führt.

Der Herbst erinnert allerdings auch daran, dass wir, solange es uns möglich ist, unseren Beitrag zur Erhaltung und Verschönerung des Lebens leisten sollten.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR Juni - August 2014 / Ausgabe 57
Dateigröße:
1.69 MB
Datum:
12. Juli 2014

LEBENSTRÄUME

Im Laufe der Vorbereitungszeit auf diesen Themenbereich wurde immer deutlicher, dass die Antworten der Befragten in einem Punkt übereinstimmen:

Die Lebensträume waren meist Jugendträume. Bei Kindern und Jugendlichen sind noch zahlreiche Träume vorhanden, ist die Erfüllung fast greifbar; nach dem Einstieg ins Berufsleben, nach Heirat und Familiengründung verlangt die Realität nach klaren Handlungen. Da bleibt wenig Platz für Träume.

Oder es wurden von außen Grenzen gesetzt, wie beim alt – arm – allein – Vorsitzenden Norbert Thines. Er träumte davon, Fallschirmspringer zu werden. Warum daraus nichts wurde, ist auf Seite 15 nachzulesen.

Manche behaupten, schon immer Realisten gewesen zu sein und schon deshalb nicht zu träumen, weil sie enttäuscht werden könnten.

Andere haben ein Leben lang Träume, die sich immer mal wieder verändern.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

WIR März - Mai 2014 / Ausgabe 56
Dateigröße:
1.90 MB
Datum:
20. März 2014

16 000 Wörter geben Männer und Frauen pro Tag von sich, behauptet eine Studie.

Wie oft das Wort „Gnade“ dabei ist? Im alltäglichen Sprachgebrauch vermutlich recht selten, bei den Jüngeren ist es vielleicht sogar ein Fremdwort.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der man gnadenlos miteinander umgeht.

Wir sind alle darauf angewiesen, dass man uns gegenüber mal ein Auge zudrückt:
dass der Chef einmal gnädig über einen Fehler hinwegsieht, Lehrer nachsichtig sind, Partner wohlwollend und versöhnlich.

Im religiösen Verständnis ist Gnade „verzeihendes Verhalten Gottes gegenüber Menschen. Der sündige Mensch erhält unverdient die Gnade als Geschenk“. Das Lexikon beschreibt Gnade als „nicht geschuldeter Erweis einer Gunst durch einen irdischen oder außerirdischen Richter“.

Da das Wort Gnade so selten gebraucht wird, soll es im WIR-Heft Thema sein.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

 

WIR Dezember 2013 - Februar 2014 / Ausgabe 55
Dateigröße:
3.20 MB
Datum:
01. Dezember 2013

Was wäre das Leben ohne Zeitungsredaktion vor Ort? Manches, was geschieht, sich ereignet, beschlossen wird, geplant ist, stattfinden wird, würde vermutlich nie in die Öffentlichkeit kommen, würden wir Bürger nicht erfahren. Über all das wären wir nicht informiert, könnten nicht darüber diskutieren, die Dinge nicht kommentieren, keine möglichen Alternativen vorschlagen. Unabhängige Kontrolle?

Die Handelnden in Politik, Wirtschaft, Kultur und den Behörden würden vielleicht in den Amtsblättern den Vollzug ihrer tiefgreifenden Beschlüssen vermelden und in Aktenordnern ablegen. Die breite Öffentlichkeit wäre jedoch davon ausgeschlossen. Über manche Planung, manche Veranstaltung, Hinweise und Angebote wüssten wir nicht Bescheid, gäbe es keine Presse. Darum hat WIR die Zeitung zum Thema des Heftes gemacht. Dazu auch einen Blick in die vier Zeitungen geworfen, die es vor hundert Jahren in Kaiserslautern gab und die im Stadtarchiv einzusehen sind.

Herzlichst Ihre Margit Schupp

 
 
Powered by Phoca Download