Zur aktuellen Situation bei alt-arm-allein

Von Marita Gies, Beisitzerin im Vorstand alt-arm-allein

„Wir versuchen weiterzuarbeiten, so gut es geht und wo immer es geht“, erklärt Werner Stumpf, Vorsitzender der Seniorenhilfe „alt - arm - allein“. Das sei in Zeiten von Covid-19 mit Schwierigkeiten verbunden, die jedoch die alten Menschen in Stadt und Landkreis so wenig wie möglich spüren sollten.

Das Mehrgenerationenhaus in der Kennelstraße 7, in dem die Einrichtung ihren Sitz hat, ist komplett geschlossen. Nicht nur deshalb sei die Geschäftsstelle von „alt - arm - allein“ ebenfalls für den Publikumsverkehr nicht mehr zugänglich. Momentan arbeitet der stellvertretende Vorsitzende Hans-Joachim Schulz daran, dass die Mitarbeiterinnen über Heimarbeitsplätze weiterhin erreichbar seien. Sobald das Homeoffice funktioniere, sei beispielsweise die Leiterin der Geschäftsstelle, Sabine Paulus, telefonisch zu erreichen, würden die Anrufe weitergeleitet.

Gleichwohl musste „alt - arm - allein“ nach den Worten Stumpfs seine Arbeit einschränken. Der Buskartenverkauf an die bedürftigen Senioren sei vorläufig eingestellt worden. Das gelte erst einmal bis zum 31. März. Die monatlichen Treffen des Besuchskreises seien ebenfalls abgesagt worden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter erledigen aber in aller Regel ihre Einkäufe für die alten Menschen oder sonstige Dienste. Manche haben mit ihren Betreuten abgesprochen, die Lebensmittel vor der Tür abzustellen, damit Kontakte vermieden würden. Andere wiederum haben zwar ihre Hausbesuche eingestellt, dafür telefonierten sie öfter mit ihren Schützlingen.

Werner Stumpf ist zuversichtlich, dass keiner der betreuten Senioren wegen der Epidemie Not leiden muss: „Wir machen, was wir können.“

Die Geschäftsstelle ist telefonisch zwischen 10 und 12 Uhr von montags bis freitags zu erreichen: 0631 / 37100070 oder 0631 / 7500464.