KVK-Barbarossa-Preis 2019 für Miriam Welte

Von Heidelore Kruse

„Durch Ihre hervorragenden Verdienste und großartigen Leistungen im Radsport sind Sie zu einem Stück von Kaiserslautern geworden“, bescheinigte KVK-Präsident Udo Bröckelmann der Bahnradsportlerin Miriam Welte. Der Karnevalverein Kaiserslautern (KVK) zeichnete sie am 1. Juni 2019 in der „Kalause“ mit seinem „Barbarossa-Preis“ aus.

Mit dem Barbarossa-Preis würdigt der KVK Personen und Institutionen, die zum Ansehen von Kaiserslautern und der Pfalz beitragen. Der Preis umfasst die Büste des Kaisers und ein Preisgeld in Höhe von 1122 Euro – ein Betrag, der für das Geburtsjahr des Kaisers steht. Während die Büste beim Preisträger bleibt, ist das Preisgeld für einen sozialen oder karitativen Zweck gedacht.

Vor Ehrengästen aus Politik, Sport, Gesellschaft und befreundeten Vereinen, unter ihnen Casimir-Preisträgerin Annemarie Becker und als Überraschungsgast für die Preisträgerin der ehemalige Radrennsportler Jan van Eijden, beschrieb KVK-Präsident Udo Bröckelmann den 1190 in der Türkei verstorbenen Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation als eine Persönlichkeit, die mit einer außergewöhnlichen Konstitution ausgestattet gewesen musste. Friedrich I. habe wahrhaft riesenhafte Räume durchquert und noch mit 60 Jahren den islamischen Herrscher Saladin zum Zweikampf herausgefordert.

Wer könnte die Aufgabe einer Markenbotschafterin für Kaiserslautern wohl besser aufnehmen als Miriam Welte, die in ihrer Jugend vielfache Erfolge und Titel mit nach Hause gebracht, die Special Olympics nach Kaiserslautern geholt und als Botschafterin fürs Stadtradeln agiert habe, fragte Beigeordneter Peter Kiefer in die Runde. Sein Glückwunsch endete in der Empfehlung, die Auszeichnung mit Stolz zu tragen.

Die Bahnradsportlerin ist Welt-, Europa-, Deutsche Meisterin und Olympiasiegerin. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FCK, Paul Wüst, nannte sie eine herausragende Sportlerin und ganz große Botschafterin für Kaiserslautern und ihren Verein, den 1. FCK. Miriam Welte habe alles gewonnen, was man gewinnen könne; sie werde eine würdige Preisträgerin sein.

In seiner Laudatio würdigte Hermann Mühlfriedel, Leiter des Sportzweigs des Heinrich-Heine-Gymnasiums und früher Lehrer der Preisträgerin, diese als ein Aushängeschild für den Radsport in Deutschland und Paradebeispiel für einen mündigen Athleten: „Man staunt als Insider, was im Laufe der Jahre an Erfolgen zusammen kommt.“

Miriam Welte habe viel richtig gemacht, so Mühlfriedel. Sie sei die geblieben, die sie war, resistent gegen Verlockungen finanzieller Art, stattdessen Ansprechpartnerin für den Nachwuchs, in der Radsportklasse ihres Gymnasiums engagiert und heute die schnellste radelnde Polizistin.

Nach einer Dia-Show mit Szenen aus ihren Wettbewerben, die Miriam Welte selbst kurz kommentierte, überreichte Kaiser Barbarossa (Klaus Gehm) im kaiserlichen Mantel und ausgestattet mit prunkvoller Krone, Zepter und Reichsapfel dieser die Auszeichnung.

Das Preisgeld ließ sie je zur Hälfte der Altenhilfe „alt – arm – allein“, bei der Feier vertreten durch deren Vorsitzenden Werner Stumpf, und „Mama/Papa hat Krebs“, vertreten durch dessen Schatzmeister Ralf Langkammer, zukommen. Beide Fördervereine zu unterstützen sei ihr eine Herzensangelegenheit, sagte die Preisträgerin.

Miriam Welte ist nach Fußball-Weltmeister Horst Eckel und dem Bezirksverband Pfalz die dritte Trägerin des Barbarossa-Preises.

Quellen:
DIE RHEINPFALZ, Ausgabe Pfälzische Volkszeitung
vom Montag, 03.06.2019
Fotoagentur VIEW, Kaiserslautern