Jubiläum in der Fuchdelle: 10. Waldfest der Zuversicht

Von Joachim Schwitalla

Einen Tag der Freude bescherte das „Waldfest der Zuversicht“ am Sonntag, 10. Juni 2018,

mehreren hundert Besuchern auf dem Freizeitgelände Fuchsdelle in Erfenbach. Zum zehnten Mal hatte die Altenhilfe „alt – arm – allein“ und die Hobby-Singers Senioren aus der Region in die grüne Lunge nahe der Spinnerei Lampertsmühle geladen. Mit Unterstützung der Reservistenkameradschaft Otterbach, mit einem ökumenischen Gottesdienst und mit einem Unterhaltungsprogramm fiel es den Besuchern nicht schwer, Alltagssorgen zu vergessen.

Gute Geister sind es, die in grünen T-Shirts zwischen Tischreihen im Festzelt und Biertischgarnituren im Freien für das Wohl der Gäste sorgen. Aus mehreren Alten- und Pflegeheimen sind die Senioren am Vormittag mit Bussen zur Fuchsdelle gefahren worden. Nicht zu übersehen die Besucher aus dem Pflegeheim Schernau mit ihren gelbe Mützen. „Mit zwei Niederflurbussen und Kleinbussen waren wir unterwegs“, berichtete Heimleiter Dieter Müller. Zu den Besuchern von der Schernau, gelegen nahe Martinshöhe, gehören etliche Rollstuhlfahrer. Der Leiter des Einrichtungsträgers „Pfälzer Arbeiterkolonie-Verein“, hebt die ausgezeichnete Organisation des Waldfestes und die gute Laune der Besucher hervor.

Ein idyllisches Fleckchen ist es, auf dem sattgrüne Kastanienbäume Schatten spenden und der Duft von Lindenblüten die Nasen verwöhnt. Während im Festzelt letzte Vorbereitungen zum ökumenischen Gottesdienst laufen, haben die Mitglieder der Reservistenkameradschaft Otterbach die meiste Arbeit bereits hinter sich. Zusammen mit Roland Christmann, dem Ehrenvorsitzenden der Reservistenkameradschaft, halten sie die Feldküche auf dem „Feldherrnhügel“ unter Dampf.

Hundert Kilo Rindergulasch, Kaisergemüse und Nudeln stehen auf dem Speiseplan, für den Chefkoch Werner Groß verantwortlich zeichnet. Mit 20 Mitgliedern ist die Kameradschaft angetreten. „Wir sind immer wieder gerne dabei“, sagt der Ehrenvorsitzende und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Heiß ist es um die mit Gas befeuerte Feldküche, die 700 Portionen vorbereitet hat. Außerdem gibt es noch frische Dampfnudeln und Waffeln der Katholischen Frauengemeinschaft Erfenbach, angeführt von "Ann'che" Herbrand.

Unterdessen haben Pfarrer Stefan Moers und Gottesdiensthelferin Marianne Rohe im Festzelt zum Gottesdienst geladen. „Danke für diesen guten Morgen“ erklingt. Den Johannestext „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer“ nehmen die Seelsorger zum Anlass, den älteren Menschen deutlich zu machen, dass jeder Mensch, unabhängig vom Alter, wertvoll ist. Jeder Mensch werde von Gott geliebt, Gott sei ein treuer Wegbegleiter. Mit einem byzantinischen Choral und Gospels tragen Hobby Singers und Hobby Swingers zum Gottesdienst bei.

Dann ist die Reihe an Werner Stumpf, stellvertretender Vorsitzenden von „alt – arm – allein“, und dem Kreisbeigeordneten Peter Schmidt. Stumpf würdigt den Einsatz der vielen Helfer und den reibungslosen Bustransfer. Schmidt hebt die Bedeutung des gemeinsamen Feierns hervor und signalisiert, „alt – arm – allein“ auch in den Landkreis hinein zu tragen. „Beim Thema Altersarmut wollen Stadt und Landkreis zusammenarbeiten“, unterstreicht Schmidt.

Bunt gemischt ist das musikalische Programm: Die „Knaddergäng“ liefert „Dicke-Backen-Musik“, die Gruppe „Carpe Diem unerhört“ spielt „Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“. Jüngste beim Fest war die Gruppe aus dem Otterbacher Kindergarten "Himmelreich", die mit Ihrem engagierten Auftritt als Feuerwehrleute begeisterten. Fester Programmbestandteil sind die Tanzmäuse der Erfenbacher Tanzgruppe (Leitung: Anna Herbrand), die im rot-schwarzen Kostümen gewandt Gruppentänze darboten. Die Aschbachthaler Jagdhornbläser setzten den Schlusspunkt hinter die gut fünstündigen Veranstaltung.

Quelle:
DIE RHEINPFALZ, Ausgabe Pfälzische Volkszeitung vom Montag, 11. Juni 2018 (mit geringfügigen Änderungen durch Werner Stumpf, alt-arm-allein)
Fotoagentur VIEW, Kaiserslautern